Rechte hintanstellen

17th & L, NW, 10 Uhr: Video von 20 Motorrädern mit Beiwagen und -zig schwarzen Secret Service-Fahrzeugen aufgenommen. Soviel Staatssicherheit, dass die Wagen selbst auf den Bürgersteigen parken müssen. Polizist: No Pictures!

Staatssicherheit gegen First Amendment. In der Situation wäre eine Debatte verfehlt. Video bei YouTube einstellen? Der Verkehr ist in alle Richtungen blockiert. Der Partner, der als Geschworener ins Gericht muss, darf das Kanzleigebäude nicht verlassen.

Vor ein paar Stunden sammelten sich Diplomaten im Hotel gegenüber. Das H der Straßen um das Hotel war schon gesperrt und öffnete sich für eine Weile erst, als die Diplomaten schließlich in Bussen die drei Blocks zum Weißen Haus verfrachtet wurden.

Bush will mal wieder eine Lektion erteilen, hört man. Vorgestern, nach dem Ausrufen des Schneenotstands, hatte er schon einmal so einen Einfall. Die Journalisten waren sauer, denn sie waren bereits im Rahmen der Evakuierung auf dem Weg aus der Stadt.

Wozu der Aufwand, wenn die Nachrichten doch nur von Schnee und Eis berichten werden? Bush ist irrelevant, und die Bürgerrechte lässt er irrelevant machen. Als erste Diener des Staates treten die Herrschaften jedenfalls nicht auf.

Nachtrag: Seine Höchstpersönlichkeit befand sich gegenüber im Mayflower Hotel, daher der Trubel. Die Referendarinnen sahen ihn in eine der beiden Staatskarossen hineinhuschen. In welchen der beiden identischen Wagen? Das verraten wir nicht.

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on Februar 15, 2007 at 10:30 am  Comments (1)  
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So sicher

Wir sind so sicher. Seit dem 11. September 2001 gibt es nämlich eine koordinierte Bekämpfung allen Übels. Der Preis besteht in der Aufgabe vieler Bürgerrechte. Manchmal auch in Dollars und Cents.

In Boston kostete der Einsatz schätzungsweise eine halbe Million Dollar, heißt es im Radio. Bekämpft hat man gestern mit Straßen-, Hafen- und sonstigen Sperrungen etwas Werbung. Ein heldenhafter Einsatz, auf den Stadt, Kreis, Staat und Bund stolz sind.

In anderen Städten mit solcher Werbung hat man Werbung Werbung sein lassen und nicht einmal erwogen, die Werbe-Wüstlinge wegzuschließen. Sie hing ja schließlich schon einige Zeit.

Der Plan der Werber ist aufgegangen. Und wenn sich selbst Werbung nicht mehr vor den Sicherheitsdiensten verstecken kann, dann können wir sicher sein, dass uns auch die Terroristen nichts antun können.

Unsicher sind wir eigentlich nur, wenn uns erzählt wird, wir seien sicher.

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on Februar 1, 2007 at 12:56 pm  Schreibe einen Kommentar  
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