EMail 1993: Ziemlich allein

EMail funktionierte 1984 ganz gut mit dem Dreipfünder NEC Starlet samt 300 Baud-Modem. Spam gab es keinen.

1993 konnte man eigentlich damit rechnen, dass auch Mandanten mitziehen würden. Immerhin hatten Compuserve und AOL die Verbindung zum großen Internet in den Griff bekommen, und die Ferner-liefen-Anbieter drängten sich mit Gratis-Disketten in den Markt.

Ein Fachzeitschrifteninterview vom Oktober 1993 erinnert mich daran, dass das die Mandantenpost jedenfalls noch nicht Routine war. Die IT-Unternehmen hatten eine Vorstellung davon, aber fanden EMail zu riskant. Sie zogen das Fax vor.

October1-1993ckoninternetcropp

2002 waren dann fast alle dabei. Manche Behörden und besonders bürokratisch struktuierte Unternehmen gaben den Zugang jedoch nicht frei. Dann mussten die Mitarbeiter über Privatkonten kommunizieren. Traurig.

2011 reicht’s allmählich. Spam ist immer noch erfolgreicher als die Spamabwehr. Reply All scheint weiterhin der beliebteste Schalter zu sein. Jeder SM-Anbieter meint, er müsse auch noch ein EMailkonto anbieten.

Der Überblick geht verloren. Die eigentliche Kommunikation spielt sich anderswo ab.

Advertisements
Published in: on Dezember 17, 2011 at 9:25 pm  Schreibe einen Kommentar  
Tags: , ,