Kostenfrage: Revision ohne Wortprotokoll

Nur zwei Seiten benötigte das Revisionsgericht am 7. April 2011 im Fall Frye v. BAE, Az. 10-1924, zur Abweisungsbegründung.

Die Klägerin hatte die nächste Instanz angerufen, ohne ein Wortprotokoll einzureichen oder staatliche Kostenbeihilfe für die Beschaffung des Transcript zu beantragen. Ein Wortprotokoll ist teuer. Im Vernehmungsverfahren der Parteien muss man damit rechnen, dass pro Tag mindestens $1000  anfallen.

Zusätzlich natürlich zu den sonstigen Kosten der Discovery, bespielsweise jenen für zwei Anwälte zu je $200 bis $600 je Stunde pro Partei. Vernehmungen in der Discovery können sich tagelang oder wochenlang hinziehen. Meist wird auch ein teures Videoprotokoll aufgenommen. In den Verhandlungen vor Gericht, die sich ebenfalls über Tage und Wochen erstrecken können und schon wegen der Beteiligung der Geschworenen auch im Zivilprozess am Stück erfolgen, läppern sich vergleichbare Kosten zusammen.

Einen Prozess vermeiden oder früh abbiegen, bleibt wirtschaftlich eine erstrebenswerte Kunst. Von den Nerven gar nicht zu sprechen.

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Published in: on April 7, 2011 at 11:06 pm  Schreibe einen Kommentar  
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