Lobbying zu umständlich

Der Streit zwischen Kabelanbietern und Telekomunternehmen brodelt. Beide Gruppen wollen Fernsehen und Internetzugang anbieten, den kleinen, innovativen Wettbewerbern das Leben auslöschen und die Kontrolle über jeglichen Datenfluss der Kundschaft gewinnen. Wie der Kongress und die Parlamente ihre Ideen und Vorschläge in Gesetze umsetzen, ist dabei von höchster Bedeutung.Lobbying allein reicht nicht aus. Selbst wenn enorme Gelder in politische Reklame investiert werden, ist damit der Zugang zu den Entscheidungsträgern nicht gesichert. Wie die Washington Post heute am Beispiel der Kabelfirma Comcast berichtet, verfolgen diese Unternehmen nun einen anderen Weg.Die Firma engagiert Ehegatten, Kinder und sonstige nahe Verwandte der Politiker. Die Frau des Gouverneurs von Maryland hält ein paar Vorträge auf abgelegenen Frequenzen für eine fürstliche Entlohnung – wie kann ihr Mann dann gegen ein Anliegen von Comcast stimmen? Dieses Ohr ist gesichert.Bedenklich erscheint, dass weder die Politiker noch das neue Comcast-Personal solch ein Vorgehen hinterfragen. Lobbyismus wird streng geregelt und verlangt die Offenlegung aller möglichen Beziehungen und Aktivitäten. Aber hier geht es ja nur um normale Arbeitsverträge . . .

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Published in: on März 11, 2006 at 3:06 pm  Schreibe einen Kommentar  

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