Spin Spionage

Die untengenannte Untersuchung bezieht sich nicht auf die illegale Anordnung des Präsidenten, die Bürger zu bespitzeln, heißt es nun in den Nachrichten.Nein, das Justizministerium will herausfinden, wer die Presse über die verfassungswidrige Bespitzelung unterrichtet hat.Das Ergebnis kommt bestimmt schneller als im Fall des Verrats der CIA-Beamtin Plame durch das Weiße Haus.

Published in: on Dezember 30, 2005 at 8:06 pm  Schreibe einen Kommentar  

Spin Spionage

Die untengenannte Untersuchung bezieht sich nicht auf die illegale Anordnung des Präsidenten, die Bürger zu bespitzeln, heißt es nun in den Nachrichten.

Nein, das Justizministerium will herausfinden, wer die Presse über die verfassungswidrige Bespitzelung unterrichtet hat.

Das Ergebnis kommt bestimmt schneller als im Fall des Verrats der CIA-Beamtin Plame durch das Weiße Haus.

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on Dezember 30, 2005 at 7:06 pm  Schreibe einen Kommentar  

Interne Spionage

Heute wird bekannt, dass das Justizministerium eine vom Weißen Haus unabhängige Untersuchung der illegalen Spionage im Heimatland eingeleitet hat, das der Präsident doch sehr mit seinem neuen Heimatlandessicherheitsministerium zu schützen behauptet.

Vielleicht erklärt sich die Untersuchung damit, dass die nichtpolitischen Beamten, denen solche Rechtsverletzungen in die Schuhe geschoben werden, sich nicht mehr damit abfinden, dass ihnen verfassungswidrige Augaben zugeteilt werden.

In Washington erhält man alle vier oder acht Jahre wieder den Eindruck, dass Leute mit dem Versprechen, alles besser machen zu wollen, die Kontrolle über Washington, das Land und das Recht übernehmen, und dann einfach tun, was ihnen gefällt. 

Der gesetzestreue Beamte soll’s ausführen und sich keine Gedanken machen.  Tun die Beamten aber doch. Sie denken mit, und wenn die politische Clique  über die Stränge schlägt, wird auch mal an die Presse gepetzt. So wie jetzt das, was der Präsident als Landesverrat zu Kriegszeiten bezeichnet.

Nur gut, dass er den Whisteblower-Schutz nicht außer Kraft gesetzt hat – oder vielleicht doch, durch eine weitere Geheimverfügung?

Published in: on Dezember 30, 2005 at 5:45 pm  Schreibe einen Kommentar  

Interne Spionage

Heute wird bekannt, dass das Justizministerium eine vom Weißen Haus unabhängige Untersuchung der illegalen Spionage im Heimatland eingeleitet hat, das der Präsident doch sehr mit seinem neuen Heimatlandessicherheitsministerium zu schützen behauptet.

Vielleicht erklärt sich die Untersuchung damit, dass die nichtpolitischen Beamten, denen solche Rechtsverletzungen in die Schuhe geschoben werden, sich nicht mehr damit abfinden, dass ihnen verfassungswidrige Augaben zugeteilt werden.

In Washington erhält man alle vier oder acht Jahre wieder den Eindruck, dass Leute mit dem Versprechen, alles besser machen zu wollen, die Kontrolle über Washington, das Land und das Recht übernehmen, und dann einfach tun, was ihnen gefällt. 

Der gesetzestreue Beamte soll’s ausführen und sich keine Gedanken machen.  Tun die Beamten aber doch. Sie denken mit, und wenn die politische Clique  über die Stränge schlägt, wird auch mal an die Presse gepetzt. So wie jetzt das, was der Präsident als Landesverrat zu Kriegszeiten bezeichnet.

Nur gut, dass er den Whisteblower-Schutz nicht außer Kraft gesetzt hat – oder vielleicht doch, durch eine weitere Geheimverfügung?

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on Dezember 30, 2005 at 4:45 pm  Schreibe einen Kommentar  

Darf man das sagen?

Aus einem Manuskript:„Die $20000 Anwaltsgebühr war mein Lehrgeld“, hört man häufig, wenn der deutsche Mandant zum Anwalt mit deutschem und amerikanischem Hintergrund kommt, nachdem diese Gebühr bei einem nur in einem Rechtsystem geschulten Rechtsanwalt verbraten wurde. Juristen mit Ausbildung und Erfahrung in beiden Rechtssystemen finden sich heute in vielen amerikanischen Regionen.Eckt man damit an? Auch im folgenden Zusammenhang?Diese Mandanten haben beim rein amerikanisch-geschulten Anwalt die Erfahrung gemacht, dass man sich zwar gut vertreten fühlt, aber aneinander vorbei geredet hat: Derselbe Begriff kann im deutschen Recht für ein ganz anderes Konzept in den USA stehen, selbst der Begriff Law. Die Rechtsfolgen sind unterschiedlich, aber dessen war man sich nicht bewusst. Dieser Anwalt weiss nicht, dass der deutsche Mandant keine Vorstellung davon besitzt, dass die USA über 50 Rechtssysteme beherbergen: die des Bundes und der 50 Staaten, den Bezirk der Hauptstadt Washington als District of Columbia, Puerto Rico, Guam und der Virgin Islands. Er weiss nicht, dass der auf das amerikanische Recht etwas vorbereitete deutsche Anwalt des Mandanten glaubt, das Bundesrecht regele Vertragsverhältnisse und der Uniform Commercial Code gelte einheitlich.Der sich auf das Ortsrecht konzentrierende Rechtsanwalt soll nicht miesgemacht werden, doch könnte der erste Absatz diesen Eindruck vermitteln. Der deutsch-griechische Anwalt kann wahrscheinlich nachvollziehen, was gemeint ist, der deutsch-spanische auch. Der rein deutsche, amerikanische, griechische oder spanische darf in den Kommentaren seinen Gefühlen freien Lauf lassen. Die anderen können sagen, was sie hiervon halten:Oder der deutsche Anwalt des Mandanten hat mit Mustern amerikanischer Verträge gearbeitet, die im Internet leicht zu finden sind, ohne die Auswirkungen des deliktischen Rechts, die im Vertragsrecht zu berücksichtigen sind, zu kennen. Er kann auch nicht beurteilen, wie sich bestimmte Erklärungen in der Korrespondenz, selbst in der EMail, auf die fremdenfeindlichen Geschworenen im amerikanischen Zivilprozess auswirken. Und vielleicht weiss er auch nicht, dass von Anfang an das Beweisrecht zu berücksichtigen ist, das ein paar Zeilen im deutschen Recht, hingegen ein Sechstel der amerikanischen bundesweiten Anwaltsprüfung ausmacht.

Published in: on Dezember 27, 2005 at 10:20 pm  Schreibe einen Kommentar  

Darf man das sagen?

Aus einem Manuskript:

„Die $20000 Anwaltsgebühr war mein Lehrgeld“, hört man häufig, wenn der deutsche Mandant zum Anwalt mit deutschem und amerikanischem Hintergrund kommt, nachdem diese Gebühr bei einem nur in einem Rechtsystem geschulten Rechtsanwalt verbraten wurde. Juristen mit Ausbildung und Erfahrung in beiden Rechtssystemen finden sich heute in vielen amerikanischen Regionen.

Eckt man damit an? Auch im folgenden Zusammenhang?

Diese Mandanten haben beim rein amerikanisch-geschulten Anwalt die Erfahrung gemacht, dass man sich zwar gut vertreten fühlt, aber aneinander vorbei geredet hat: Derselbe Begriff kann im deutschen Recht für ein ganz anderes Konzept in den USA stehen, selbst der Begriff Law. Die Rechtsfolgen sind unterschiedlich, aber dessen war man sich nicht bewusst. Dieser Anwalt weiss nicht, dass der deutsche Mandant keine Vorstellung davon besitzt, dass die USA über 50 Rechtssysteme beherbergen: die des Bundes und der 50 Staaten, den Bezirk der Hauptstadt Washington als District of Columbia, Puerto Rico, Guam und der Virgin Islands. Er weiss nicht, dass der auf das amerikanische Recht etwas vorbereitete deutsche Anwalt des Mandanten glaubt, das Bundesrecht regele Vertragsverhältnisse und der Uniform Commercial Code gelte einheitlich.

Der sich auf das Ortsrecht konzentrierende Rechtsanwalt soll nicht miesgemacht werden, doch könnte der erste Absatz diesen Eindruck vermitteln. Der deutsch-griechische Anwalt kann wahrscheinlich nachvollziehen, was gemeint ist, der deutsch-spanische auch. Der rein deutsche, amerikanische, griechische oder spanische darf in den Kommentaren seinen Gefühlen freien Lauf lassen. Die anderen können sagen, was sie hiervon halten:

Oder der deutsche Anwalt des Mandanten hat mit Mustern amerikanischer Verträge gearbeitet, die im Internet leicht zu finden sind, ohne die Auswirkungen des deliktischen Rechts, die im Vertragsrecht zu berücksichtigen sind, zu kennen. Er kann auch nicht beurteilen, wie sich bestimmte Erklärungen in der Korrespondenz, selbst in der EMail, auf die fremdenfeindlichen Geschworenen im amerikanischen Zivilprozess auswirken. Und vielleicht weiss er auch nicht, dass von Anfang an das Beweisrecht zu berücksichtigen ist, das ein paar Zeilen im deutschen Recht, hingegen ein Sechstel der amerikanischen bundesweiten Anwaltsprüfung ausmacht.

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on Dezember 27, 2005 at 9:20 pm  Comments (2)  

Papst als Staatsoberhaupt

Der Foreign Sovereign Immunities Act schützt fremde Staaten vor der Unterwerfung unter die amerikanische Gerichtsbarkeit.Die Materie ist vielen Klägeranwälten fremd, und sie verklagen in den USA nicht nur Staatsunternehmen, sondern auch die Staaten und Staatsoberhäupter.Nach erheblichem Verfahrensaufwand obsiegen die Beklagten, und die Kläger wettern über die Ungerechtigkeit der Welt.So trifft die Meckerei heute den Papst. Das erstinstanzliche Bundesgericht in Houston bescheinigte Benedict seine Immunität als Staatsoberhaupt. Das US-Außenministerium hatte die erforderliche Bescheinigung über den Staatsstatus des Vatikans dem Gericht unterbreitet.Die Kläger behaupten, das eigene Ministerium falle ihnen in den Rücken und ein böser Ausländer komme wieder einmal ungeschoren davon.

Published in: on Dezember 27, 2005 at 2:15 pm  Schreibe einen Kommentar  

Papst als Staatsoberhaupt

Der Foreign Sovereign Immunities Act schützt fremde Staaten vor der Unterwerfung unter die amerikanische Gerichtsbarkeit.

Die Materie ist vielen Klägeranwälten fremd, und sie verklagen in den USA nicht nur Staatsunternehmen, sondern auch die Staaten und Staatsoberhäupter.

Nach erheblichem Verfahrensaufwand obsiegen die Beklagten, und die Kläger wettern über die Ungerechtigkeit der Welt.

So trifft die Meckerei heute den Papst. Das erstinstanzliche Bundesgericht in Houston bescheinigte Benedict seine Immunität als Staatsoberhaupt. Das US-Außenministerium hatte die erforderliche Bescheinigung über den Staatsstatus des Vatikans dem Gericht unterbreitet.

Die Kläger behaupten, das eigene Ministerium falle ihnen in den Rücken und ein böser Ausländer komme wieder einmal ungeschoren davon.

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on Dezember 27, 2005 at 1:15 pm  Schreibe einen Kommentar  

Zweimal drei Tage frei

Selbst in Washington bleiben die Kanzleien zweimal nacheinander drei Tage geschlossen. Der zweite Weihnachtsfeiertag ist zwar unbekannt. Doch wird stets am Montag nachgefeiert, wenn ein Feiertag auf einen Sonntag fällt.Das trifft auf den 26. Dezember 2005 und den 2. Januar 2006 zu.

Published in: on Dezember 24, 2005 at 12:18 pm  Schreibe einen Kommentar  

Zweimal drei Tage frei

Selbst in Washington bleiben die Kanzleien zweimal nacheinander drei Tage geschlossen. Der zweite Weihnachtsfeiertag ist zwar unbekannt. Doch wird stets am Montag nachgefeiert, wenn ein Feiertag auf einen Sonntag fällt.

Das trifft auf den 26. Dezember 2005 und den 2. Januar 2006 zu.

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on Dezember 24, 2005 at 11:18 am  Schreibe einen Kommentar  

Unter Geiern

Research in Motions Patentprobleme sind nur die Spitze des Eisbergs. Nicht jeder kann eine halbe Milliarde Dollar über den Tisch schieben, um einen Patenttroll ruhig zu stellen.Im heutigen Wall Street Journal berichtet Manager James Balsillie des Blackberry-Herstellers von den Schwierigkeiten, mit den Geiern des Patentrechts Frieden zu schließen. Gutgläubigkeit und clean Hands nützen nichts mehr.Wenn man von Unternehmen verklagt wird, die selbst erfunden haben und produzieren, hilft vielleicht noch eine Lizenz für ein eigenes Patent, das man in einen Vergleich einbringen kann.Bei Lizenzaufkäufern gibt es keine Produktion, also auch kein Interesse am Patenttausch. Gleich wie groß oder klein der Gegner ist, gleich welche wirtschaftliche Werte er bieten kann – dem Patenttroll geht es nur um das Geld, möglichst viel, möglichst bald, bevor sich herausstellt, dass das billig vom Erfinder erworbene Patent doch zu Unrecht gewährt wurde.Wenn Unternehmen im Ausland mitverklagt werden, machen sich diese Kläger oft nicht einmal die Mühe, die Klage auf dem Weg der Haager Übereinkunft über die Zustellung in Zivil- und Handelssachen zu bewirken.Andererseits erschrecken ausländische Beklagte so sehr, dass sie umgehend die Kenntnis von einer amerikanischen Klage bestätigen. Sei es, dass sie sich außergerichtlich einigen wollen, sei es dass sie ihre Mikro-US-Umsätze erklären wollen, – der Hinweis auf die Kenntnisnahme über Händler, Töchter oder sonstige reicht oft schon, ein Verfahren in den USA auch ohne Haager Zustellung so wirksam werden zu lassen, dass ein Urteil in den USA vollstreckt werden kann.Mit einer Anerkennung und Vollstreckung in Deutschland geht es zum Glück meist nicht so fix. Deutschland besteht auf der ordentlichen Zustellung der Klage als eine Anerkennungsvoraussetzung eines US-Urteils. Und selbst mancher Zustellung lässt sich entgegentreten.Das bringt nicht unbedingt viel, wenn der deutsche Beklagte in den USA vollstreckbares Vermögen von erheblichem Wert besitzt – doch das trifft ja nicht auf jeden Beklagten zu.  Wird die Zustellung vermieden, ist auch das europäische Riesenunternehmen vor dem Untergang gerettet, selbst wenn seine US-Werte unter dem Damoklesschwert der US-Gerichtsbarkeit verbleiben.

Published in: on Dezember 19, 2005 at 10:29 pm  Schreibe einen Kommentar  

Unter Geiern

Research in Motions Patentprobleme sind nur die Spitze des Eisbergs. Nicht jeder kann eine halbe Milliarde Dollar über den Tisch schieben, um einen Patenttroll ruhig zu stellen.

Im heutigen Wall Street Journal berichtet Manager James Balsillie des Blackberry-Herstellers von den Schwierigkeiten, mit den Geiern des Patentrechts Frieden zu schließen. Gutgläubigkeit und clean Hands nützen nichts mehr.

Wenn man von Unternehmen verklagt wird, die selbst erfunden haben und produzieren, hilft vielleicht noch eine Lizenz für ein eigenes Patent, das man in einen Vergleich einbringen kann.

Bei Lizenzaufkäufern gibt es keine Produktion, also auch kein Interesse am Patenttausch. Gleich wie groß oder klein der Gegner ist, gleich welche wirtschaftliche Werte er bieten kann – dem Patenttroll geht es nur um das Geld, möglichst viel, möglichst bald, bevor sich herausstellt, dass das billig vom Erfinder erworbene Patent doch zu Unrecht gewährt wurde.

Wenn Unternehmen im Ausland mitverklagt werden, machen sich diese Kläger oft nicht einmal die Mühe, die Klage auf dem Weg der Haager Übereinkunft über die Zustellung in Zivil- und Handelssachen zu bewirken.

Andererseits erschrecken ausländische Beklagte so sehr, dass sie umgehend die Kenntnis von einer amerikanischen Klage bestätigen. Sei es, dass sie sich außergerichtlich einigen wollen, sei es dass sie ihre Mikro-US-Umsätze erklären wollen, – der Hinweis auf die Kenntnisnahme über Händler, Töchter oder sonstige reicht oft schon, ein Verfahren in den USA auch ohne Haager Zustellung so wirksam werden zu lassen, dass ein Urteil in den USA vollstreckt werden kann.

Mit einer Anerkennung und Vollstreckung in Deutschland geht es zum Glück meist nicht so fix. Deutschland besteht auf der ordentlichen Zustellung der Klage als eine Anerkennungsvoraussetzung eines US-Urteils. Und selbst mancher Zustellung lässt sich entgegentreten.

Das bringt nicht unbedingt viel, wenn der deutsche Beklagte in den USA vollstreckbares Vermögen von erheblichem Wert besitzt – doch das trifft ja nicht auf jeden Beklagten zu.  Wird die Zustellung vermieden, ist auch das europäische Riesenunternehmen vor dem Untergang gerettet, selbst wenn seine US-Werte unter dem Damoklesschwert der US-Gerichtsbarkeit verbleiben.

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on Dezember 19, 2005 at 9:29 pm  Schreibe einen Kommentar  

Zwei Seiten

Alles hat zwei Seiten. Auch mancher Vertrag nach deutschem oder anderem kontinentaleuropischen Recht.Auf der anderen Seite, der anderen Seite des Atlantiks kann man die zwei Seiten schon mal mit einem Faktor multiplizieren, den man sich auf der gegenüberliegenden Seite nicht mehr vorstellen kann. Zwei Seiten – zwei Bände.Dafür können die zwei Seiten in Europa bei entsprechendem Wert der Sache mehr kosten als auf der amerikanischen Seite. Einerseits wertabhängige Gebühren, andererseits zeitabhängige.Aber wenn zwei Seiten über drei Zeitzonen und mehrere Rechtssysteme laufen – dann kann treten Kosten und Seiten in den Hintergrund – wieviel Zeit muss man für die Seiten kalkulieren?Wie kriegt man alle Seiten unter einen Hut, vor allem, wenn es letztlich doch mehr als zwei sind?Closing – manuell, virtuell, reell – auch da gibt diverse Varianten und Seiten.Dann sind sich alle einig – ein Vertrag steht.Dann wird man sich auch über Gebühren einig. Amerika erwartet einen Bonus für den Einsatz, der zum Wunderwerk führte. Europa kann sich nicht vorstellen, dass soviel Aufwand überhaupt erforderlich sein kann. Solange alle Seiten die gegenseitigen Erwartungen wenigstens nachvollziehen können, finden sie sich bestimmt auch in dieser Beziehung auf derselben Seite wieder.Was wenn nicht? Das steht auf einem anderen Blatt. Und das will keiner.technorati tags: , , , ,

Published in: on Dezember 16, 2005 at 8:41 pm  Schreibe einen Kommentar  

Zwei Seiten

Alles hat zwei Seiten. Auch mancher Vertrag nach deutschem oder anderem kontinentaleuropischen Recht.

Auf der anderen Seite, der anderen Seite des Atlantiks kann man die zwei Seiten schon mal mit einem Faktor multiplizieren, den man sich auf der gegenüberliegenden Seite nicht mehr vorstellen kann. Zwei Seiten – zwei Bände.

Dafür können die zwei Seiten in Europa bei entsprechendem Wert der Sache mehr kosten als auf der amerikanischen Seite. Einerseits wertabhängige Gebühren, andererseits zeitabhängige.

Aber wenn zwei Seiten über drei Zeitzonen und mehrere Rechtssysteme laufen – dann kann treten Kosten und Seiten in den Hintergrund – wieviel Zeit muss man für die Seiten kalkulieren?

Wie kriegt man alle Seiten unter einen Hut, vor allem, wenn es letztlich doch mehr als zwei sind?

Closing – manuell, virtuell, reell – auch da gibt diverse Varianten und Seiten.

Dann sind sich alle einig – ein Vertrag steht.

Dann wird man sich auch über Gebühren einig. Amerika erwartet einen Bonus für den Einsatz, der zum Wunderwerk führte. Europa kann sich nicht vorstellen, dass soviel Aufwand überhaupt erforderlich sein kann. Solange alle Seiten die gegenseitigen Erwartungen wenigstens nachvollziehen können, finden sie sich bestimmt auch in dieser Beziehung auf derselben Seite wieder.

Was wenn nicht? Das steht auf einem anderen Blatt. Und das will keiner.

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on Dezember 16, 2005 at 7:41 pm  Schreibe einen Kommentar  

Weltuntergang

Heute auf allen Kanälen: Weltuntergangsstimmung.Wegen vorhergesagtem Eis, mit Schnee.Davon ist nichts zu bemerken, doch schließen an der Ostküste Schulen, Unternehmen und Behörden.Kanzleien sind nicht so furchtsam. Closings sind Closings – die kann man nicht so einfach wie Gerichtstermine aussetzen. Wer wochenlang Tag und Nacht einen Vertrag verhandelt hat, mit mehreren anderen Kanzleien um jedes Wort, um jedes Komma gefeilscht hat, und Feier- wie Hochzeitstage ignoriert hat, lässt sich von ein wenig Wetter nicht den krönenden Abschluss vermiesen.Dafür darf die Weihnachtsfeier ausfallen.

Published in: on Dezember 15, 2005 at 11:26 am  Schreibe einen Kommentar  

Weltuntergang

Heute auf allen Kanälen: Weltuntergangsstimmung.

Wegen vorhergesagtem Eis, mit Schnee.

Davon ist nichts zu bemerken, doch schließen an der Ostküste Schulen, Unternehmen und Behörden.

Kanzleien sind nicht so furchtsam. Closings sind Closings – die kann man nicht so einfach wie Gerichtstermine aussetzen. Wer wochenlang Tag und Nacht einen Vertrag verhandelt hat, mit mehreren anderen Kanzleien um jedes Wort, um jedes Komma gefeilscht hat, und Feier- wie Hochzeitstage ignoriert hat, lässt sich von ein wenig Wetter nicht den krönenden Abschluss vermiesen.

Dafür darf die Weihnachtsfeier ausfallen.

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on Dezember 15, 2005 at 10:26 am  Schreibe einen Kommentar  

Friede auf Erden

Ein Mann überlebt den Holocaust und will fortan nur Frieden. Die freie, friedliche, streitlose Existenz. Selbst Geld verschmäht er, denn Reichtum ist suspekt.Als er starb, fand man ein uraltes Testament und ein unangetastetes Vermögen.Nun gibt es doch Streit. Die Auslegung des Testaments steht im Zentrum der Debatte, die Amit Paley in A Quiet Man’s Baffling Will beschreibt.Der Mann, der nichts als Friede auf Erden wünschte, wird nun wegen des von ihm entfachten Streits berühmt.

Published in: on Dezember 11, 2005 at 4:20 pm  Schreibe einen Kommentar  

Friede auf Erden

Ein Mann überlebt den Holocaust und will fortan nur Frieden. Die freie, friedliche, streitlose Existenz. Selbst Geld verschmäht er, denn Reichtum ist suspekt.

Als er starb, fand man ein uraltes Testament und ein unangetastetes Vermögen.

Nun gibt es doch Streit. Die Auslegung des Testaments steht im Zentrum der Debatte, die Amit Paley in A Quiet Man’s Baffling Will beschreibt.

Der Mann, der nichts als Friede auf Erden wünschte, wird nun wegen des von ihm entfachten Streits berühmt.

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on Dezember 11, 2005 at 3:20 pm  Comments (2)  

Land unter

Der Ostküste droht ein Schneesturm.  Amtliche Warnungen gibt es hinreichend.

Was dann auf Schnee und vor allem Eis folgt, ist Routine. Ganze Landstriche werden lahmgelegt. Das Autofahren wird vielleicht verboten. Auf Skis kommt man noch zu den Wasserfällen am Potomac und andere malerische Orte.

Strommasten werden umfallen. Umfallende Bäume werden Stromleitungen niederschlagen. Wasser aus Brunnen kann nicht mehr befördert werden, und nicht jeder wird duschen können. Nach ein paar Tagen stinkt’s allen.

Aber eine Debatte über Schadensersatz wird es wohl nicht geben. Das würde die Routine brechen.

Published in: on Dezember 8, 2005 at 7:56 pm  Schreibe einen Kommentar  

Land unter

Der Ostküste droht ein Schneesturm.  Amtliche Warnungen gibt es hinreichend.

Was dann auf Schnee und vor allem Eis folgt, ist Routine. Ganze Landstriche werden lahmgelegt. Das Autofahren wird vielleicht verboten. Auf Skis kommt man noch zu den Wasserfällen am Potomac und andere malerische Orte.

Strommasten werden umfallen. Umfallende Bäume werden Stromleitungen niederschlagen. Wasser aus Brunnen kann nicht mehr befördert werden, und nicht jeder wird duschen können. Nach ein paar Tagen stinkt’s allen.

Aber eine Debatte über Schadensersatz wird es wohl nicht geben. Das würde die Routine brechen.

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on Dezember 8, 2005 at 6:56 pm  Schreibe einen Kommentar