New Jersey v. Texas

Einen kühlen Kopf bewiesen die Geschworenen gestern im Zivilverfahren wegen der angeblichen Killer-Natur des Heilmittels Vioxx. Sie stellten fest, dass der Hersteller das Produkt nicht fahrlässig einführte und auch nicht unverschämt handelte, indem er vor angeblichen Gefahren nicht warnte.

Diese Jury in New Jersey hat damit genau das Gegenteil von der texanischen Jury festgestellt, die trotz einer Herzunregelmäßigkeit an einen vom Medikament ausgelösten Herzschlag glaubte und den gesetzlich unzulässigen Schadensersatz von weit mehr als 200.000.000 Dollar zusprach.

Die Klagen gegen den Hersteller werden weitergehen. Und für den Fall, dass auf Erfolgshonorarbasis arbeitende Kollegen von der neuen Entscheidung entmutigt sein sollten, bietet ihnen die EMailnachricht von LawyersAndSettlements.com– wöchentlich! neu! eilig! heiß! – die Teilnahme an zahlreichen anderen Verfahren.

Mit dem Missbrauch des Rechtswesens stehen die USA leider nicht allein da. In Europa tauschen sich die Haie des Abmahnwesens aus und Nachbarn tuscheln, wen sie wegen fliegender Blätter auf Unkostenersatz verklagen können.

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Published in: on November 4, 2005 at 5:30 pm  Schreibe einen Kommentar  

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